
Die Familienintensivbetreuung ist aus unserer Sicht der Königsweg, wenn Familien längerfristige Unterstützung brauchen. Denn sie setzt dort an, wo das Leben tatsächlich stattfindet: im Alltag der Familien. Und sie verfolgt dabei ein Ziel, das zunächst ungewöhnlich klingt – sich selbst irgendwann überflüssig zu machen.
Der Familienrat ist Teil unserer levelUP DNA. Er steht für unsere tiefe Überzeugung, dass Familien über eigene Kräfte, Ressourcen und Lösungen verfügen. Wo diese Kräfte allein nicht ausreichen und es längerfristige Begleitung braucht, sind Familienintensivbetreuung (FIB) und Ambulante Betreuung (AB) für uns die konsequente Fortsetzung dieses Ansatzes: nah am Leben, ressourcenorientiert und mit dem Ziel, Familien wieder in die eigene Handlungsfähigkeit zu bringen.
Warum wir von einem Königsweg sprechen
Die Familienintensivbetreuung (FIB) hat einen Vorteil, den kaum eine andere Hilfeform bietet: Zeit und Nähe zum echten Alltag. Wir kommen zu den Familien nach Hause, über einen längeren Zeitraum, in ihre gewohnte Umgebung. Dadurch lernen wir Menschen wirklich kennen – nicht die Version, die in einer Praxis sitzt, sondern den Alltag mit seinen Morgen, seinen Konflikten und seinen guten Momenten.
Genau das macht Unterstützung passgenau. Wer weiß, wie ein Familienmorgen tatsächlich abläuft, kann anders begleiten als jemand, der davon nur erzählt bekommt. Bei der Ambulanten Betreuung (AB) liegt derselbe Zugang vor, nur mit anderem Fokus: Dort steht der oder die Jugendliche selbst im Mittelpunkt, während die FIB das gesamte Familiensystem einbezieht.
Unser Ziel: uns überflüssig machen
Hilfe zur Selbsthilfe ist bei uns kein Schlagwort, sondern Maßstab. Wir arbeiten von Beginn an darauf hin, dass Familien ihre Themen wieder selbst bewältigen, Entscheidungen selbst treffen und Lösungen selbst finden können. Eine gelungene Betreuung erkennt man nicht daran, wie lange sie dauert, sondern daran, dass sie enden kann.
Das heißt auch: Wir bauen keine Abhängigkeiten auf. Wir stärken Beziehungen innerhalb der Familie, statt uns selbst zur wichtigsten Bezugsperson zu machen. In der Regel dauert eine FIB oder AB rund ein Jahr – mit klaren Fixpunkten in Form von Hilfeplangesprächen und Zielvereinbarungen, aber mit einem Verlauf, der sich nach der Familie richtet und nicht nach einem Schema.
Was unseren Zugang ausmacht
Beteiligung von Anfang an
Wir setzen auf partizipative Soziale Diagnostik: Die Menschen, um die es geht, bestimmen mit, woran gearbeitet wird. Ziele werden nicht über Familien verhängt, sondern mit ihnen entwickelt. Dabei greifen wir konsequent auf die Leitprinzipien des Conferencings zurück – Prinzipien, deren Wirkung empirisch gut belegt ist und die sich hervorragend auf die FIB übertragen lassen: den Kreis erweitern, die Familie fragen, Lösungen nicht vorwegnehmen.
Klarheit gehört zur Wertschätzung
Uns ist wichtig, heikle Themen klar anzusprechen. Eine Betreuung, die aus lauter Freundlichkeit das Wesentliche umgeht, hilft niemandem – am wenigsten den Kindern. Deshalb legen wir großen Wert auf Elternarbeit und schauen genau auf Familiendynamiken. Klartext und Wertschätzung sind für uns kein Widerspruch, sondern gehören zusammen.
Erleben statt nur reden
Nicht alles lässt sich am Küchentisch besprechen. Deshalb bieten wir Aktivitäten, Übungen und Erfahrungen für die Tandems aus jungen Menschen und Fachkraft an – drinnen wie draußen, mit Fokus auf Kreativität, Natur und Nachhaltigkeit. Selbstwirksamkeit erlebt man, sie lässt sich schwer erklären.
Ein Ort, der verbindet
Unser Familiencafé ist mehr als ein Büro mit Kaffeemaschine. Betreuerinnen, Betreuer und Familien kommen regelmäßig her, es gibt Fachmaterialien für unser Team und eine große Auswahl an Brettspielen, die spielerisches Lernen und Miteinander fördern. Ein Treffpunkt, der fachliche Arbeit und echte Begegnung zusammenbringt.
Unser Team – und unser Anspruch
Wir sind ein interdisziplinäres Team aus Psychologie, Sozialpädagogik und Sozialer Arbeit: herzlich, humorvoll, verlässlich – und mit einem klaren Bewusstsein für professionelle Nähe und Distanz. Wer bei levelUP arbeitet, tut das bewusst, im Wissen um unsere hohen Ansprüche an Qualität und Verantwortung. Das ist keine Floskel: Familien vertrauen uns ihr Innerstes an. Diesem Vertrauen wollen wir jeden Tag gerecht werden.
Ein ehrliches Wort zum Schluss
Wir setzen uns intensiv dafür ein, dass Familien über den Familienrat mehr selbst entscheiden – ein Verfahren, das gute Chancen hat, den Bedarf an Hilfen wie unserer zu senken. Für einen Träger klingt das paradox. Für uns ist es folgerichtig: Es geht nicht darum, gebraucht zu werden, sondern darum, dass Familien gut leben können. Diese Haltung prägt auch jede einzelne Betreuung.
Wenn Sie überlegen, ob eine FIB oder AB für eine Familie das Richtige ist, sprechen Sie uns gern an. Alle Informationen zum Angebot finden Sie auf unserer Seite zur Familienintensivbetreuung und Ambulanten Betreuung. Oder, wie wir es sagen würden: Red’ ma drüber und gemma’s gemeinsam an.